

Die erste offizielle Anhörung in dem Prozess gegen die Menschenrechtleren, Anastasia Denisova, fand am 22. März 2010 um 10 Uhr statt. Anastasia Denisova wurde wegen „illegaler Verwendung von nicht lizensierter Software durch eine Person, die eine offizielle Position innehat” und „der Erstellung von Computerschadprogrammen“ angeklagt. Wenn sie diesbezüglich für schuldig befunden wird, drohen ihr bis zu neun Jahren Gefängnisstrafe und eine Geldstrafe von bis zu 700000 Rubeln (etwa 17400) Euro.
Dies ist ein Aufruf, sich einer internationalen Kampagne für die Freiheit von Valentin Urusov, einem russischen Bergarbeiter, anzuschliessen. Er wurde unter falschen Anschuldigungen inhaftiert, nachdem er Kollegen überzeugt hatte, in die Gewerkschaft einzutreten.
Urusov, ein Angestellter des Diamantenkonzerns Alrosa, ist unter ganz offensichtlich gefälschten Beschuldigungen (Drogenbesitz) zu 6 Jahren Arbeitslager verurteilt worden.
В Ижевске «правоохранительные» органы в лице сотрудников центра по противодействию экстремизму при МВД Удмуртской Республики («ЦПЭ», до этого УБОП) возбудили фальсифицированное уголовное дело против участников движения «Автономное Действие». По словам девушки проходящей по делу органы хотят сделать из нее террористку - « «сотрудник ЦПЭ Ахметзянов Артем прямо сказал мне, что хочет и сделает чтобы я села». Уголовное дело возбуждено по ст. 207 УК РФ («заведомо ложное сообщение об акте терроризма»).
In Ischewsk (Russland) versuchen die Mitarbeiter des Zentrums gegen den Extremismus (Zentrum „E“) ein Gerichtsverfahren gegen die Ischewsker AntifaschistInnen zu verfälschen. Artjom Achmetzjanow, Mitarbeiter des Zentrums, hat einer Antifaschistin beim Verhör direkt gesagt: „Wir wollen, dass du im Knast landest“.
Am 4. August bestätigte das St. Petersburger Strafgericht die Verurteilung des Antifaschisten Alexej Bytchin in zweiter Instanz. Die Anhörung dauerte keine 10 Minuten.
Bytchin wurde am 8. Mai dieses Jahres zu fünf Jahren Freiheitsstrafe wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung verurteilt, wegen Einsatzes eines Messers gegen zwei Männer im letzten Jahr. Bytchins Aussage zufolge handelte er in einer Notwehrsituation.
Der folgende Aufruf ist uns zugegangen, wir dokumentieren ihn hier:
Am letzten Sonntag, dem 19.07.09, fand eine spontane Kundgebung als Reaktionauf den Mord anNatalia Estemirowa statt. Wir sind nach wie vor über den Mord empört.
Natalja Estemirowa, die bekannte russische Menschenrechtlerin wurde am 15. Juli tot in Inguschetien aufgefunden. Ihr Körper wies Schussverletzungen an Kopf und Brust auf. Am Morgen desselben Tages war sie in Tschetschenien vor ihrem Haus in Grozny entführt worden.
In der Nacht vom 8ten auf den 9ten April 2009 gegen 0.30Uhr wurden in Warschau zwei junge tschetschenische Männer Opfer eines rassistischen Übergriffs durch die Polizei. Als sie zwei Männern zur Hilfe eilen wollten, die vor ihrem Haus zusammengeschlagen wurden, entpuppten sich die Schläger als Zivis. Die beiden jungen Männer Selimkhan und Alik wurden auch auf den Boden geworfen, geschlagen und getreten. Danach wurden sie mit zur Wache genommen und dort weiter misshandelt. Nach 48 Stunden wurden sie freigelassen.
Ungefähr 100 AktivistInnen haben heute, am Freitag, 3.7. vor den Botschaften der Ukraine und Russlands gegen die zunehmende Repression in beiden Ländern gegen antifaschistische und andere soziale Bewegungen protestiert.
Am 17 April griffen fünfzehn Nazi-Skinheads in Odessa fünf Antifaschisten mit Steinen und Flaschen an. Um sein Leben zu verteidigen, setzte dabei einer der "Antifas" sein Messer ein. Dabei erlitt der Nazi-Skinhead Maxim Tschajka eine lebensbedrohliche Verletzung. Die notwendige ärztliche Hilfe kam zu spät und er verstarb im Krankenhaus. Wäre kein Widerstand in dieser drastischen Form geleistet worden, ist davon auszugehen das die Antifas ihr Leben hätten nicht schützen können.